Die energetisch-informative Transformation des Menschen – der Tod und die Neugeburt im lebendigen Leib

 

TRANSFORMATION gehört heutzutage zu den trendigen Begriffen in der esoterisch-spiritueller Szene. Viele Menschen glauben unerschütterlich daran, sich erfolgreich zu transformieren oder transformiert zu haben, ohne es zu wissen und zu verstehen, was eine wahre menschliche Körper-Geist-Seele-Transformation tatsächlich bedeutet. Zugegebenermaßen ist es auch sehr bequem, es nicht so genau zu nehmen, denn sonst müssten die meisten der sich (angeblich) Transformierten und Transformierenden es sich zugestehen, dass sie der wahren energetisch-informativen Veränderung der eigenen Mehrkörpersysteme sehr weit entfernt sind.

Zu diesem Beitrag hat mich eine Aussage einer Youtuberin bewegt, auf deren spirituelles Video ich rein zufällig gestoßen bin. Die Dame behauptete, völlig transformiert zu sein und gänzlich im göttlichen Licht zu schwingen. Sie verkündete, ihr Youtube-Kanal wäre ausschließlich für ebenfalls gänzlich Transformierte, denn die anderen wären „nicht so weit“, um die durch sie weitergeleiteten Informationen „aus den göttlichen Dimensionen“ richtig zu empfangen…  Ich musste daraufhin unwillkürlich schmunzeln…

Was bedeutet die wahre Transformation des Menschen? Und wie stellt man fest, ob man völlig transformiert wäre, und ob dies überhaupt möglich ist?…

Die Antwort auf die letzte Frage ist sehr einfach: Kein völlig transformierter Mensch verweilt heute auf unserem Planeten und dreht die Youtube-Videos für die Gleichgesinnten. Und warum es so ist, erkläre ich es später.

Die wahre Transformation kann und darf nicht ohne eigene bedingungslose Bereitschaft zum Sterben und zum Loslassen von allem, an dem man sich in seinem Leben stark festhält, stattfinden. Nur unter diesen Bedingungen kann ein Mensch sich selbst bewusst neuenergetisieren und neuprogrammieren und somit neugeboren werden, ohne dafür seine aktuelle Physis verlassen zu müssen.

Wie verläuft ein gewöhnlicher Tod-Wiedergeburt-Prozess? Nachdem ein Erdenmensch seine Inkarnation beendet hat, seine abgenutzte organische Kleidung ausgezogen, um temporär in die höheren universalen Dichten zwecks Seelenreflexion zu wechseln, wird er meist wieder in einem neuen grobstofflichen Leib geboren. Bei seinem Abgang aus dem Erdenleben wie bei seiner Wiedergeburt hat der Mensch weder seine geliebten inkarnierten Mitwesen noch irgendwelche materielle Schätze im Schlepptau.

Ein Neugeborenes benötigt auf der Erde relativ viel Zeit, um sich in das geordnete System der materiellen Welt neu zu integrieren und von bestimmten Erwachsenen mental-emotional geprägt zu werden, die er sich selbst in anderen Dichten höchstpersönlich ausgesucht hat, um mit ihrer Hilfe an seine eigenen ungelösten karmischen Aufgaben und nicht abgeschlossenen brennenden Themen aus den früheren Inkarnationen „erinnert“ zu werden.

Wenn es um eine wahre energetisch-informative Transformation eines Menschen geht, geht es im Grunde genommen um nichts anderes, als den natürlichen Tod und die darauf folgende Neugeburt. Der Unterschied zu dem gewöhnlichen Tod-Wiedergeburt-Prozess besteht lediglich darin, dass der Mensch im Laufe seiner Transformation die eigene Physis nicht verlassen muss und sich dadurch auch viel Erdenzeit ersparen kann, die sonst für seine Integrations- und Sozialisationsprozesse auf der Erde im reinkarnieren Kinderkörper nötig wäre.

Die von Natur aus hochintelligente menschliche Physis verfügt über eine hervorragende Regenerationsfähigkeit. Die bewussten Körperzellen erneuern sich bekanntlich selbst. Von daher können durch die energetisch-informative Transformation auch die natürlichen Alterungsprozesse des grobstofflichen Körpers durchaus beeinflusst werden. Das erklärt die enorme physische Schwäche während des Wechsels des individuellen Betriebssystems. Diese Schwäche wird sehr oft von den beinah unerträglichen Schmerzen in unterschiedlichen Körperbereichen begleitet. Die starke Stagnation des energetischen Wechselwirkungsprozesses auf der Zellenebene der ganzen Physis wird extrem fühlbar, denn der Körper schaltet den Sparmodus ein und verbraucht nur so viel Energie, wieviel er dafür benötigt, um sich selbst am Leben zu halten.

Öfters finden die individuellen Transformationsprozesse auf fein- und grobstofflichen Ebenen nicht gleichzeitig statt. Nur wenige, überdurchschnittlich energetisch starke Menschenwesen, die physisch wie psychisch absolut schmerzresistent sind, wären bereit und fähig, die gravierenden Veränderungen auf allen Schichten ihrer Mehrkörpersysteme gleichzeitig und in relativ engen Zeitrahmen mental, emotional und physisch geschehen zu lassen.

Ein sich erfolgreich transformierter Mensch fühlt, denkt und handelt anders als unter dem Einfluss seines vorherigen, veralteten Betriebssystems. Auch seine Sinnesorgane reagieren anders als zuvor auf die gleichen Reize. Die Informationen aus dem alten Vorleben seiner aktuellen Inkarnation sind zwar in dem neuen System weiterhin vorhanden, meiste Erinnerungen aber haben keine emotional-mentale Wurzel mehr. So kann jemand, dem man in seinem Vorleben sehr nah gestanden hat und den man platonisch oder romantisch-erotisch gemocht hat, zu einem ignorierten Fremden werden. Der Beruf, den man mit viel Elan praktiziert hat, wird zu einer lästigen Tätigkeit, die man auf keinen Fall mehr ausüben möchte. Die Energiefrequenz des eigenen Hauses, Ortes oder Landes resoniert plötzlich nicht mehr mit dem neuen eigenen Energiefeld. Bei einem starken Raucher löst allein der Blick auf eine Zigarettenschachtel eine starke Übelkeit aus, und ein Omnivore (Allesesser) verzichtet sich überraschend für sich selbst auf ein saftiges, von ihm früher sehr gern gegessenes Steak. …Das sind lediglich einige Beispiele von möglichen Konsequenzen, mit denen der sich tatsächlich transformieren wollender und könnender Mensch zu rechnen hätte.  

Einem bewusst und bereitwillig transformierten Individuum wird ein berechtigtes Privileg gewährt: Es kann in seiner neuen Identität an seinen Seelenaufgaben direkt weiter arbeiten, ohne die zwangsläufige, durch den natürlichen Tod-Wiedergeburt-Prozess ausgelöste Pause und ohne den vorübergehenden Verlust des bewussten Zugangs zu energetischen Informationen und dem systemischen wie universalen Wissen aus seinem mentalen und kausalen Körper. Außerdem ist seine bewusste, klare Fokussierung auf die eigenen Seelenaufgaben viel optimaler, als in der Zeit vor den radikalen Veränderungen seines individuellen Betriebssystems.

Nicht jeder heute inkarnierte Erdenmensch ist zu einer energetisch-informativen Transformation im lebendigen Leib fähig. Dafür soll man vollkommen angstfrei und bedingungslos bereit sein, ALLES, woran man sich in seinem aktuellen Erdensein hartnäckig festhält, loszulassen. Denn das meiste davon kann man eher nicht in sein Neues Leben mitnehmen, nicht wesentlich anders, als bei einem gewöhnlichen körperlichen Tod.

Es gibt aber in der letzten Zeit immer mehr Menschen, die es tatsächlich schaffen, in einer einzigen Inkarnation ihre Systeme mehrmals zu erneuern. Diese Wesen mit dem unbegrenzten, mehrdimensionalen Bewusstsein sind deswegen nicht besser und nicht größer als die anderen, sondern gehören zu den uralten, erfahrensten Erdenseelen sowie zu den auf dem Planeten sich bestens integrierten Sternensaaten (beides bedeutet in der Wahrheit das gleiche). Sie sind durchaus fähig, kurzzeitig nicht nur ihre eigenen individuellen Systeme umzuprogrammieren und neu zu energetisieren, sondern auch die kollektive Energetik der egregorialen Konstrukte unseres Planeten gewollt oder unwillkürlich zu beeinflussen.

Dazu besteht heutzutage eine dringende Notwendigkeit, denn das globale Projekt des Überganges der menschlichen Zivilisation in die Neue Erdenära befindet sich in seiner Abschlussphase. Die Menschheit hat höchstens 200 Jahre Erdenzeit, um sich gänzlich auf die neuen planetaren Schwingungen einzustellen. Aus der universalen Perspektive ist es ein enorm knapper Zeitraum. Die chaotische energetische Lage, in der sich heute das menschliche Kollektiv befindet, ist mit der heiklen Situation eines Projektteams vergleichbar, das etwa ein Jahr Zeit für ihre Projektarbeit zur Verfügung gehabt hat, diese Zeit aber gar nicht produktiv genutzt hätte, die wichtigsten Aufgaben aufgeschoben. In ein paar Tagen ist es soweit, und das fertige Projekt muss abgeschlossen werden. Eine Niederlage würde für das ganze Projektteam samt seinen Unterordneten das Ende ihrer Karrieren bedeuten. So wird die ganze Arbeitsgemeinschaft motiviert, die nächsten Tage und Nächte pausen- und schlaflos durchzuarbeiten, um das große Projekt fristgemäß und mit Erfolg abzuschließen.

So wie es den Menschen bei diesem Arbeitsprojekt gehen würde, geht es heute meisten Energiearbeitern auf der Erde, die bewusst oder unwillkürlich kontinuierlich am Schuften sind. Von daher kann und darf in unserer Zwischenära-Zeit keinen „völlig transformierten“ Menschen geben. ALLE, die über genügend energetisches Potenzial verfügen, werden ihre ganzen Inkarnationen lang durcharbeiten, anfangend wie gewöhnlich bei sich selbst…  

Eine Körper-Geist-Seele-Transformation in dem lebendigen Körper kann zwar ziemlich schmerzhaft und äußerst herausfordernd sein, aber die Belohnung, die Du dafür erhältst, ist viel mehr als ein befriedigender Ausgleich für Deine Mühe und Deinen energetischen Einsatz, mein lieber Mensch! Nicht jeder kann am Ende seiner Inkarnation auf der Erde dafür dankbar sein, mehrere Leben und verschiedene Identitäten in dem gleichen Körper erlebt zu haben. Nicht jeder schafft in einer einzigen Inkarnation den ganzen Weg vom Bauer zum Magier… 

Vielleicht bist Du so ein besonderer Mensch, der das kann und WILL…  Viel Mut, Glück und Segen Dir auf Deinem weiteren Lebensweg! 

Peace & Love

Elena

P.S Mein herzlicher Dank an Wolfgang von Spiritscape für diese Lesung: 

 

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