Die innere Transformation des Mannseins

 

Warum tun heutzutage die Männer sich so schwer mit ihren eigenen Transformationsprozessen?…

In der letzten Zeit fällt es mir sehr stark auf, dass viele heilenden Liebesbeziehungen in die Brüche gehen, und es meist die Männer sind, die leidend und nicht loslassen könnend zurückbleiben… Die Frauen dagegen gehen oft nach einer kurzen oder langen, mehr oder weniger schmerzenden Selbstreflexions- und Selbstheilungsphase ihre eigenen Wege, frei, authentisch und voller Energie.

Auch auf sozialen Online-Portalen leben die Männer viel öfters ihre persönlichen Liebestragödien öffentlich aus, traurige Bilder postend mit Überschriften, die die Begrifflichkeiten wie „Seelenbetrug“, „Verrat“, „Verletzung“ etc. beinhalten… Und darunter fallen einem ins Auge die „ermutigenden“ Kommentare von verständnisvollen, mitfühlenden Freunden, Bekannten sowie Unbekannten, so ähnlich wie: „Kopf hoch!.. Sie hat dich nicht verdient, so wundervoll wie du bist… Es kommt bestimmt bald eine RICHTIGE in dein Leben…“ … Mit dieser herzlichen Unterstützung im Außen hört man(n) einerseits nicht auf, um die „FALSCHE“ zu trauern, hofft man(n) aber andererseits, dass ein RICHTIGER „Ersatz“ bald vor der eigenen Lebenstür steht. Der „Ersatz“ wird sich aber früher oder später auch für FALSCH entpuppen, und das krankmachende, energieraubende Spiel wird durch das Unendlichkeitszeichen gekrönt, bis man(n) es verstanden hat, dass das, was ihn unglücklich, abhängig und unfrei macht, sich in seinem eigenen Selbst befindet und angeschaut, gefühlt, erlöst, transformiert und in Liebe angenommen werden möchte.

Es ist tatsächlich so, dass die Heilung und Transformation der essenziellen Aspekte des Mannseins schwieriger und komplexer ist, als die Heilung und Aktivierung der reinen göttlichen Weiblichkeit in einer Frau. Es hängt damit zusammen, dass JEDER der sieben männlichen Kernaspekte nach Erlösung schreit, wobei bei Frauen einige Seelenthemen von Manipulationen und Verletzungen mehr oder weniger verschont blieben (z. B. Mütterlichkeit/Fürsorge, Sinnlichkeit) und somit auch keinen enormen Heilungsbedarf haben.

Das bedeutet, dass vor einem für seine innere Transformation auf Seelenebene bereiten Mann ein steiniger, schmerzvoller, kraftausraubender Weg liegt, vor dem sich viele bewusst oder unbewusst verdrücken, und nicht selten ihre eigene energetische Last auf die Schultern ihrer Liebespartnerinnen legen…

Früher blieb der Mann im besten Fall bis ins hohe Alter am Weiblichen orientiert, und die Frau spielte brav ihre Rolle als ein fürsorgliches, liebendes, sinnliches Wesen an der Seite ihres Gemahls und trug wie selbstverständlich die energetische Last des Mannes auf ihren Schultern.

Eine erwachte Frau heute schüttelt aber diese Last direkt ab oder trägt sie in Liebe zu dem Mann ein Stückchen des gemeinsamen Weges, um ihrem Partner die ersten Schritte zu seiner Selbstbefreiung zu erleichtern. Es geht dabei aber LEDIGLICH um die ersten Schritte! … Für die Frau ist es eine Doppelbelastung, denn sie selbst hat auch ihr eigenes Päckchen zu tragen… Es ist von daher ziemlich absehbar, dass sie an einem Punkt des gemeinsamen Weges stehen bleibt, um das, was sie für den Mann mittragen durfte, abzuschütteln und ihren Weg allein zu beschreiten, wenn keine Bereitschaft seitens Mannes besteht, seine Last weiter selbst zu tragen…

Auf dieser Etappe seines Weges hat der Mann zwei Möglichkeiten: seine ungelösten Themen und Programme einzupacken und den Weg allein weiter zu gehen, mit dem Ziel, seine Last nach und nach loszuwerden und sein Selbst zu erlösen und zu befreien, oder auf eine neue liebende Begleiterin zu warten, um seinen energetischen Kram auf ihre Schultern zu laden und wieder ein kleines Stückchen des Weges mit ihr gemeinsam zu schaffen, bis auch sie irgendwann beschließt, ihren eigenen, leichteren Weg allein zu gehen…

Dass die zweite Möglichkeit keine konstruktive Lösung in sich trägt, brauche ich hier nicht weiter zu erläutern…

Ja… Das erstere braucht viel Kraft und Mut, sich den eigenen Grenzen zu stellen und die Ursachen seiner inneren Wunden zu erforschen, in denen sich das tiefgründige Prinzip des „STIRB und WERDE“ entschlüsselt. („Und so lang du das nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde“ J.W. Goethe)… Es braucht Entschlossenheit des Mannes, das Alte und das Ausgediente in seinem inneren wie äußeren Leben endgültig loszulassen und authentisch wie (angst)frei zu agieren… Es braucht das bedingungslose Vertrauen in den eigenen Heilungsprozess sowie in den unendlichen Fluss des Universums… Es braucht die Hoffnung, dass nach dem „STIRB“ sein wundervolles „WERDE“ zum Leben erweckt wird… Und nicht zuletzt braucht es die innere Freude, die heilende Reise durch die sieben Aspekte seiner Seele antreten zu dürfen und den Jungen, den Vater, den wilden Mann, den Krieger, den Liebenden, den Magier und den König in dem Kern seines Selbstes zu heilen, zu befreien und vollständig zu integrieren…

Ja… Nur auf diesem Weg kann der Mann die beste Vision für sein eigenes Leben gewinnen, das im Einklang mit ALLEM WAS IST ist, und dadurch seine wichtigste Mission auf der Erde erfüllen – das göttliche MANNSEIN in dem menschlichen Leibe!

Du bist viel stärker als Dein Schmerz!

Peace & Love

Elena 

Danke Spiritscape und meine liebe SuMaRa für die Lesung dieses Textes:

One thought on “Die innere Transformation des Mannseins

  • Adolf GESSLBAUER

    Danke für die tröstender Worte. Ja, ich bin auch ein MANN und ich habe schon eine Menge Transformationarbeit an mir gemacht, was am Anfang eine große Hürde ist, da ja allermeist ja der ANDERE „schuld“ ist, wenn es einem schlecht geht. Das zu akzeptieren und umzukehren und in das eigene SELBST zu schauen ist wohl die größte Herausforderung im MANNSEIN. Hat man jedoch es einmal geschafft, sich mit der Schattenarbeit einzulassen, hat man(n) es schon geschafft. Es tut gut solche Kommentare zu lesen und sich danach neu zu orientieren. Herzlichst Adolf G.

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